Pilgerstrom und gutes Bier
Freitag, 06. Mai 2005Heute war es an der Zeit, einen Ausflug in das Umland zu machen. Und was liegt da näher, als nach Kloster Andechs zu pilgern.
Mit der S-Bahn ging es nach Herrsching am Ammersee und dann zu Fuß weiter auf “Pilgertour” zum Kloster Andechs. Dort wird nicht nur das beste Bier gebraut (die Maß übrigens für 5,60 EUR, was nicht wirklich überteuert ist im Raum München, außerdem ist es Starkbier, d.h. es wirkt für den Preis besonders gut), sondern mittlerweile ist auch die Wallfahrtskirche wiedereröffnet. Man kann ja für sakrale Kunst nicht viel übrig haben, aber diese Kirche ist trotzdem sehr beeindruckend von ihrer Pracht und ihrem Ausschmückungsreichtum. Die wirkliche Kunst aber lag darin, zwischen den Pilgermessen überhaupt mal zum Besichtigen zu kommen. Das ist ja am Wochenende die reinste Massenabfertigung. Jede Stunde eine Pilgermesse, dazwischen kurzer Platztausch der Pilger und Schichtwechsel des zelebrierenden Mönchs. Und ist man dann nachmittags auf dem Rückweg nach Herrsching, kommen einem beim Abstieg noch drei Pilgergruppen mit großem Kreuz voran, laut über ein Megaphon den Rosenkranz betend, entgegen. Die nächsten drei Stunden wollen eben auch noch mit Pilgermessen gefällt werden. Und dann kommt ja schon der Abendgottesdienst.
Na jedenfalls hat man vom Biergarten im Klosterhof eine hübsche Aussicht.