Archiv für Oktober 2005

Bye-Bye Ägypten

Samstag, 15. Oktober 2005

Mir fällt es immer unheimlich schwer, mich von meinen Urlaubsländern zu verabschieden, insbesondere, wenn sie mich absolut fasziniert haben. Und das hat Ägypten ohne Frage. Es war eine neue Mentalität, ein ganz andere Kulturkreis, faszinierende Geschichte und beeindruckende Bauwerke und Landschaften. Von dieser Kreuzfahrt werde ich noch eine zeitlang zehren.

Aber Ägypten kann man nicht verlassen, ohne den ganz normalen ägyptischen Wahnsinn noch einmal zu erleben: heute morgen bin ich von Luxor nach Kairo geflogen. Der Steward am Schalter im Flughafen malte die Kofferanhänger noch von Hand (von wegen moderne Aufkleber, die mal eben gedruckt werden). Nach der Landung in Kairo parkt das Flugzeug schon halb auf dem Sinai, es war also eine lange Busfahrt zum Terminal. Vom nationalen Terminal geht es dann zu Fuß in den internationalen Terminal (hier in Kairo ist das ein ganz anderes Gebäude). Von dort aus geht es wieder mit dem Bus endlos weit raus, um dann wieder in dieselbe Maschine einzusteigen, die man zuvor erst verlassen hatte. So ist das eben. Die Koffer sind übrigens trotz des handgemalten Anhängers wohlbehalten in Frankfurt angekommen. Ich werde Ägypten bestimmt noch einmal besuchen!

Droschkenfahrt durch Luxor

Freitag, 14. Oktober 2005

Tempelwächter im Luxor-Tempel Zum Abschluß sind wir heute wieder in Luxor angekommen und haben neben der Besichtigung des Luxor-Tempels eine Droschken-Fahrt durch die Altstadt von Luxor unternommen. Das war insofern beeindruckend, als daß man hier noch das ursprüngliche Leben abseits der Touristengebiete zu sehen bekommt. Kreuz und quer durch das Gewusel der Innenstadt und des Basars. Hier ein Eselkarren mit einem noch blutenden Rinderschädel oder hier ein Marktstand mit frisch geköpften Hühnern, dazu der Geruch der verschiedensten Gewürzmischungen. Und nebenher erledigt unser Droschken-Fahrer auch noch seinen Wocheneinkauf. So geht das hier eben. Malesch…

Kroko-Mumien

Donnerstag, 13. Oktober 2005

Auf dem Weg stromabwärts haben wir heute Zwischenstation in Kom-Ombo gemacht. Der Tempel selbst ist nicht so besonders, das Interessanteste ist eine Art Kapelle, in der mumifizierte Krokodile ausgestellt sind. Das ist auch kein Wunder, ist der Tempel doch dem Krokodil-Gott Sobek geweiht.

Von nun an geht es auf dem Dampfer gemütlich nach Norden. Ich lasse die traumhafte Landschaft vom Deck aus bei einem netten Drink noch einmal an mir vorüberziehen. Morgen erreicht das Schiff dann wieder Luxor.

Tiefflug und Kamelritt

Mittwoch, 12. Oktober 2005

Großer Tempel Ramses' II. Heute war ein ereignisreicher Tag. In aller Frühe sind wir aufgebrochen mit einer Bus-Karawane quer durch die Wüste nach Abu Simbel. Aber von wegen Bus und Karawane: unser Bus war der Erste in der Karawane, nach halber Strecke war der Rest abgehängt. Überdies ist es erstaunlich, was so ein alter Mercedes-Reisebus für Geschwindigkeiten entwickeln kann. So ging es eben im Sonnenaufgang gen Süden, im Tiefflug sozusagen. Mit dem Flieger von Assuan nach Abu Simbel hätte genauso lange gedauert und wäre dreimal so teuer gewesen. Der Ausflug war trotz der frühen Zeit absolut lohnenswert. Die Malereien im großen Ramses-Tempel sind faszinierend und prima erhalten (bei der Luft, die im Tempel herrscht, allerdings wohl nicht mehr lange… Hier herrscht eine nette Mischung aus Touristenschweiß und warmer Luft, stickig und muffig). Um 10 Uhr ging es bereits wieder retour, Tiefflug zurück nach Assuan.

Kamelreiten zum St. Simeon Kloster Ein absolutes Highlight wartete am Nachmittag: ein Kamelritt zum Kloster St. Simeon. Highlight nicht wegen des Klosters, nein, wegen des Rittes dorthin. So ein Kamelritt ist schon was Einzigartiges, hoch auf dem Wüstenschiff durch den Sand der Sahara zu traben. Herrlich, nur leider viel zu kurz *seufz* Ich wäre gerne noch weitergeritten.

Morgen geht es dann mit dem Schiff wieder stromabwärts.

Nubien

Dienstag, 11. Oktober 2005

Der Kapitän auf der Brücke... Tempel von Philae auf der Insel Elephantine Willkommen in Nubien. Nach einer Kutschfahrt durch Edfu zum Horus-Tempel, ging nachmittags die Schifffahrt weiter. Auf der Fahrt konnten wir dann sogar den Kapitän auf der Brücke besuchen. Heute Morgen hat der Dampfer dann in Assuan geankert. Assuan ist eine tolle Stadt. Insgesamt habe ich das Gefühl, je südlicher man in dieses Land vordringt, umso “zivilisierter” wird es. Hier wird auch schon mal vor einer roten Ampel gehalten und die Stadt ist schön adrett und sauber gehalten, immer wieder mit kleineren Grünanlagen. Ich kann verstehen, warum sich Agatha Christie hier so wohl gefühlt hat. Eine Bustour führte dann heute über den großen Staudamm (von dem man aber soviel dann auch nicht sieht, man kann höchstens weit auf den Nasser-Stausee blicken) und zum Tempel der Philae auf der Insel Elephantine, dazu eine nette Fellukken-Fahrt. Ein Tag zum Wohlfühlen also :) Morgen ist frühes Aufstehen angesagt, eine Fahrt nach Abu Simbel steht auf dem Programm. Abfahrt ist um 4:30 Uhr…