Archiv für Oktober 2008

Zürich im Schnelldurchgang

Sonntag, 12. Oktober 2008

Die Gassen von Zürich Eine Stadt, die ich bislang unterschätzt habe, ist Zürich. Wenn man von sehenswerten europäischen Städten spricht, dann fallen schnell Namen, wie Wien, Prag, Paris, London, Barcelona, Rom. Zürich findet kaum Erwähnung. Dieses Wochenende war ich in Zürich, und ich muß sagen: ich bin doch positiv überrascht. Eine wunderschöne Altstadt mit verträumten Gassen und kleinen Geschäften, einfach malerisch, traumhaft am See gelegen und mit der Limmat, die quer durch die Altstadt fließt. Das Wochenende reicht nicht wirklich, um sich alles anzusehen, daher war es nur Zürich im Schnelldurchgang (schließlich hatte ich noch andere Verpflichtungen), aber man sollte sich diese Stadt doch auch nochmal näher ansehen.

Gelernt habe ich übrigens auch, daß die Volkswurst der Züricher, vielleicht sogar der Schweizer, die Servelatwurst ist (nicht zu verwechseln mit der deutschen Zervelatwurst), die vom Grill mit scharfem Senf köstlich schmeckt (und kein Vergleich ist zur von mir ebenfalls verköstigten St. Galler Bratwurst, die auf mich eher den Eindruck einer gegrillten Weißwurst machte ;) ). Empfehlen kann ich an dieser Stelle eine nette Imbißbude in der Theaterstraße, Ecke Freieckgasse, deren Name mir dann doch leider wieder entfallen ist.

Arrividerci Roma

Freitag, 03. Oktober 2008

Das war es mit dem Kurztrip nach Rom. Das Fazit: Rom ist schön, macht Lust auf mehr, um sich das ein oder andere noch einmal intensiver anzusehen, weil es in den paar Tagen einfach zu kurz gekommen ist. Außerdem ist das Eis am Petersdom etwas billiger als in Florenz :D

Der Beweis: Alitalia fliegt uns auch zurück :) Ach so: natürlich hat uns Alitalia auch wieder zurückgeflogen und zwar pünktlich (das sollte nur einmal erwähnt werden ;) ).

Päpstliche Museen und Badetag

Donnerstag, 02. Oktober 2008

Heute ist Badetag, es geht in die Thermen :) Aber der Reihe nach:

Sixtinische Halle als Teil der Bibliothek des Vatikans, Vatikanische Museen Ein Romaufenthalt ohne Museum geht eben nicht, und wenn man schon in der Nähe des Vatikans nächtigt, sollte man auch zumindest einen kleinen Einblick in die Vatikanischen Museen nehmen. Die Lage des Hotels war günstig, so daß wir morgens zur Öffnung um 8:45 Uhr bereits vor Ort sein konnten, und so lange Warteschlangen vermieden haben. Der erste Gang führt erst einmal in die sixtinische Kapelle, d.h. man geht auf einem wahnsinnigen Zick-Zack-Kurs durch die vatikanischen Museen, mal trepprauf, dann links, mal rechts oder trepprunter, vorbei an vielen Reisegruppen und plötzlich steht man mittendrin in der sixtinischen Kapelle. Man erkennt sie daran, daß pausenlos Aufseher durch den Raum gehen und lauthals “Silence please” rufen und damit mehr Lärm verursachen, als alle Besucher. Photos sind ebenfalls verboten und werden durch laute Aufforderungen “No photos!” ebenfalls geahndet. Den päpstlichen Kachelofen konnte ich jedoch nicht entdecken ;) . Die vatikanischen Museen sind sehr vielfältig, es gibt alles: ein etruskisches Museum, ein ägyptisches Museum, eine Briefmarken- und Münzsammlung und ein Verkehrsmuseum, in dem diverseste Gefährte ausgestellt sind, in denen sich ein Papst schon mal bewegt hat, von einer goldenen Kutsche bis zum Papamobil. Man sollte also genügend Zeit mitbringen.

Auf dem Weg vom Vatikan zu den Caracalla-Thermen lag noch die Kirche San Giovanni in Laterano. die Lateransbasilika und gleichzeitig Bischofskirche von Rom. Die Kirche ist durchaus sehens- und besuchenswert und wenn sie eh auf dem Weg liegt, nimmt man sie mit.

Caracalla-Thermen Von San Giovanni in Laterano ist es dann nicht mehr weit zu laufen, bis man die Caracalla-Thermen erreicht hat. 6 EUR Eintritt kostet der Spaß und es ist nichts los, man ist fast alleine auf dem Gelände. Dafür ist es aber wahrlich beeindruckend, was Kaiser Caralcalla einst aus dem Boden stampfen ließ. Ein gigantischer Komplex mit Hallenbad, Versammlungs- und Gymnastikräumen, einer öffentlichen Bibliothek und vielem mehr. Kurz gesagt: eine antike Freizeit- und Wellnessanlage.

Auf dem Rückweg zur U-Bahn kommt man dann noch am Circus Maximus vorbei, aber da man hier wohl nie ernsthaft gegraben hat, ist das auch nicht mehr, als eine städtische Grünfläche und daher eher weniger empfehlens- und erwähnenswert.

Damit haben wir auch heute dem Touristen-Dreikampf für Rom (Kultur, Kirche und Geröll :D ) wieder genüge getan :)

Der Hip-Hop-Bus

Mittwoch, 01. Oktober 2008
Brunnen am Piazza del Populo In Rom gibt es ein nettes System: den Hopp-On-Hopp-Off-Bus (oder auch liebevoll Hip-Hop-Bus). Das sind Doppeldeckerbusse mit offener Plattform, die auf verschiedenen Routen durch Rom fahren und bei denen man sich, hat man sich für eine Linie entschieden, den ganzen Tag herumfahren und beliebig unterbrechen kann, um sich Sehenswürdigkeiten anzusehen. Zudem gibt es an Board via Kopfhöhrer (im Fahrtpreis inbegriffen) noch die ein oder andere interessante Erläuterung. Mit 16-20 EUR (je nach Linie und Anbieter) ist man dabei. Eine schöne Einrichtung, die einiges an Fußmarsch erspart, insbesondere, wo das U-Bahn-Netz von Rom ja nun wirklich übersichtlich ist.

Die Schweizer Garde bewacht den Papst Heute sind wir nun mit dem Hip-Hop-Bus durch Rom gegondelt. Gestartet sind wir am Vatikan, wo am heutigen Mittwoch nicht nur der Bär steppte, sondern auch die Hölle los war, wenn man das so sagen darf :D . Der Grund ist einfach: heute ist Generalaudienz. Es kommen Pilger aus aller Herren Länder und der Papst gibt sich persönlich die Ehre, sie auf dem Petersplatz zu empfangen. Dementsprechend groß ist der Andrang und die Sicherheitsvorkehrungen, die jedoch von den Carabinieri getroffen werden. Die Schweizer Garde, sonst für die Sicherheit des Papstes zuständig, sieht man als normaler Besucher nur recht selten.

Mit dem Bus haben wir dann ein paar Ecken Roms erkundet, die wir gestern nicht per Pedes geschafft haben. Darunter den Piazza del Populo und die Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore. Dazu kann man den Bus dazu nutzen, noch mal ein paar Punkte abzuklappern, die man am gestrigen Tag vielleicht zu einer ungünstigen Tageszeit gesehen hat.

Ponte Vittorio Emanuelle II und der Petersdom bei Nacht