Toronto im Nebel
Dienstag, 22. September 2009
Der erste Tag im neuen Land und schon läßt einen das Wetter erneut im Stich. Was nutzt es, auf das ehemals höchste freistehende Gebäude der Welt zu fahren, wenn die Aussichtsplattform im Nebel versinkt? Der Ausflug zum CN-Tower ist also erstmal gestorben. Immerhin ist es warm und trocken, einem Stadtbummel steht also nichts im Wege.
Toronto ist eigentlich eine recht langweilige Stadt. Sie kann beliebig mit einer anderen amerikanischen Großstadt getauscht werden. Herausragend (im wahrsten Sinne des Wortes) ist der CN-Tower, interessant noch die Yonge Street (hier lohnt sich wirklich ein Bummel) und das Universitätsviertel. Das Viertel Old Toronto schaut noch recht nett aus und hat einen interessanten Farmer Market (mit Gemüse in Farben, in denen ich es noch nie gesehen habe, z.B. gelbe Möhren und auberginefarbene Paprikaschoten). Der Rest ist einfach eine Großstadt mit den typischen Straßenschluchten und Ansichten, wie man sie andernorts auch findet. Eine besondere Enttäuschung stellt dabei Chinatown dar. Wer beispielsweise Chinatown in San Francisco einmal gesehen und erlebt hat, wird das hier als einen schlechten Witz empfinden. Ja, es gibt chinesische Läden und auch diverse Schriftzeichen und ein paar Skulpturen entlang weniger Straßenzüge, mehr aber auch nicht. Wirklich enttäuschend.
Fazit: Toronto ist als Flughafen ein guter Anlaufpunkt von Deutschland aus, ein Tag für diese Stadt reicht aber sonst völlig aus.