Montreal im zweiten Versuch
Heute ist uns das Glück beschienen: tolles Wetter für eine Erkundung von Montreal. Aber ganz ehrlich? Ich bin ein wenig ernüchtert. Montreal wird vielfach in den Reiseführern angepriesen, insbesondere das Viertel Old Montreal. Ich muß sagen: die Altstadt von Quebec hat mir da deutlich mehr zugesagt und war meines Erachtens größer und sehenswerter. Zudem muß man für die Notre-Dame-Basilika auch noch 5 CAD Eintritt bezahlen, da sind wir wieder bei meiner Abneigung, für eine Kirche Eintritt bezahlen zu müssen. Ansonsten gilt eher, was für Toronto auch gilt: Straßenschluchten, diesmal allerdings angereichert mit viktorianischen Häusern in einigen Straßenzügen, die die Stadt insgesamt netter erscheinen lassen. Ganz nett ist ein Bummel über die Ile Notre-Dame und Ile Sainte-Helene, einem Naherholungsgebiet (mit eingebetteter Formel-1-Rennstrecke
) im Sankt-Lorenz-Strom. Ansonsten reichte für meinen Geschmack der eine Tag an Zeit für Montreal völlig aus.
Ein Rätsel von Montreal bleibt mir die Ampelschaltung. Ich habe selten etwas so verwirrendes gesehen. Es gibt die Zustände rot, rot-blinkend, gelb, grün und grün-blinkend. Was die blinkenden Zustände angeht, wissen wir bis dato nicht genau, was sie bedeuten. Zudem sollte man wissen, daß zeitgleich mit der Umschaltung auf rot der Querverkehr sofort grün bekommt (was übrigens auch für Fußgänger gilt, sprich: Fußgänger Ampel springt auf rot, der Autoverkehr bekommt grün, man sollte also besser nicht mehr auf der Straße stehen). Das ist alles sehr gewöhnungsbedürftig.
Wer übrigens einen Tipp für ein gutes Restaurant möchte: Gibbys Steakhouse. Tolles Ambiente und wirklich sagenhafte Steaks
Ich empfehle das Rib Steak “Gibbys Cut”, wiegt nur 19 oz. und schmeckt vorzüglich