10. Oktober 2009
Wie das immer am Ende einer langen Tour so ist: der Urlaub war wieder zu kurz und das Abschiednehmen fällt schwer. Nach etwa 3600 gefahrenen Kilometern und 20 Tagen haben wir dann heute Mittag schweren Herzens unseren Mietwagen wieder bei AVIS am Toronto Pearson International Airport geparkt und abgegeben. Einziges Ärgernis: wir sind natürlich viel zu früh für den Flug am Flughafen und das Gepäck für den Flug nimmt Air Canada erst 2 Stunden vor Abflug entgegen. Toll, nun durften wir uns mit dem ganzen Gepäck am Flughafen verlustieren. Das gab uns immerhin die Zeit, unsere Keksvorrräte noch zu dezimieren und die letzten Getränkevorräte zu konsumieren, ehe sonst später an der Sicherheitskontrolle alles im Müll landen muß
Während ich nun hier am Gate sitze und warte, bleibt noch Zeit für ein kurzes Fazit: das Wetter hätte besser sein können, aber es ist eben Herbst und da ist das Wetter auch in Kanada ein Pokerspiel. Wir hatten wettertechnisch gute Tage, wettertechnisch schlechte Tage, in jedem Fall aber hatten wir sehr viel Spaß und haben viel gesehen. Ich bin immer noch beindruckt von der Landschaft und bin mir im Augenblick zumindest sicher, nicht das letzte Mal hier gewesen zu sein (vielleicht dann mit etwas mehr Wetter-Poker-Glück
), aber das habe ich mir schon sooft am Ende eines Urlaubes gesagt
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08. Oktober 2009
Die letzten Tage waren einfach toll. Wir haben in Whitney Station gemacht und haben ausgiebige Tagestouren im Algonquin Provincial Park unternommen (mein Elch-Abschuß durfte ja bereits bewundert werden

). Whitney ist ein toller Ort: es gibt zwei Motels, drei Restaurants, wobei eines halb in die einzige Tankstelle des Ortes integriert ist, ein kleines Postamt, einen Supermarkt, einen Schnapsladen und ansonsten im weiten Umkreis nichts, außer Wald und Landstraße

Wirklich empfehlen kann man in dem Örtchen den
Mad Musher zum Dinieren und das
Algonquin East Gate Motel zum Übernachten (incl. leckerem Frühstück

).
Der Algonquin Provincial Park ist super. Es führt lediglich der Highway 60 quer hindurch, abseits des Highways hat man unberührte Landschaft mit tollen Wanderwegen, auf denen man sich nach Herzenslust austoben kann, da findet sich für jeden was. Zugleich hat man jederzeit die Möglichkeit, wilde Tiere zu beobachten, seien es Fischotter, Biber oder Elche. In den Nachtstunden sollen auch Wölfe zu besichtigen sein, aber von Wanderungen in der Dunkelheit wird dringend abgeraten.
Die Jahreszeit ist goldrichtig. Ich bin immer noch begeistert, was für eine vielfältige Farbpalette der Herbst hier liefert. Die Bäume leuchten bzw. brennen in den schillernsten Rot- und Orange-Tönen, wie ich sie in dieser Vielfalt noch nie gesehen habe. Ist bei uns der Herbst erst grün, dann gelb und schließlich braun, hat man hier ein buntes Mosaik aus gelben, grünen, orangenen und roten Bäumen. Das alles wird unterbrochen von malerischen Seen, die spiegelnd die Landschaft noch einmal seitenverkehrt wiedergeben. Einfach traumhaft! Es hat uns so gut gefallen, daß wir spontan unseren Aufenthalt nochmal um einen Tag verlängert haben. Doch leider geht es morgen dann doch weiter, das Ende naht und wir müssen ja noch bis Toronto 
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05. Oktober 2009
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03. Oktober 2009
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02. Oktober 2009
Heute ist uns das Glück beschienen: tolles Wetter für eine Erkundung von Montreal. Aber ganz ehrlich? Ich bin ein wenig ernüchtert. Montreal wird vielfach in den Reiseführern angepriesen, insbesondere das Viertel Old Montreal. Ich muß sagen: die Altstadt von Quebec hat mir da deutlich mehr zugesagt und war meines Erachtens größer und sehenswerter. Zudem muß man für die Notre-Dame-Basilika auch noch 5 CAD Eintritt bezahlen, da sind wir wieder bei meiner Abneigung, für eine Kirche Eintritt bezahlen zu müssen. Ansonsten gilt eher, was für Toronto auch gilt: Straßenschluchten, diesmal allerdings angereichert mit viktorianischen Häusern in einigen Straßenzügen, die die Stadt insgesamt netter erscheinen lassen. Ganz nett ist ein Bummel über die Ile Notre-Dame und Ile Sainte-Helene, einem Naherholungsgebiet (mit eingebetteter Formel-1-Rennstrecke
) im Sankt-Lorenz-Strom. Ansonsten reichte für meinen Geschmack der eine Tag an Zeit für Montreal völlig aus.
Ein Rätsel von Montreal bleibt mir die Ampelschaltung. Ich habe selten etwas so verwirrendes gesehen. Es gibt die Zustände rot, rot-blinkend, gelb, grün und grün-blinkend. Was die blinkenden Zustände angeht, wissen wir bis dato nicht genau, was sie bedeuten. Zudem sollte man wissen, daß zeitgleich mit der Umschaltung auf rot der Querverkehr sofort grün bekommt (was übrigens auch für Fußgänger gilt, sprich: Fußgänger Ampel springt auf rot, der Autoverkehr bekommt grün, man sollte also besser nicht mehr auf der Straße stehen). Das ist alles sehr gewöhnungsbedürftig.
Wer übrigens einen Tipp für ein gutes Restaurant möchte: Gibbys Steakhouse. Tolles Ambiente und wirklich sagenhafte Steaks
Ich empfehle das Rib Steak “Gibbys Cut”, wiegt nur 19 oz. und schmeckt vorzüglich
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