Archiv für die Kategorie ‘Italien’

Rund um den Puflatsch

Samstag, 11. Juli 2009
Blick auf Kastelruth Wie schon gestern “angedroht”: heute ging es auf den Berg, ;) genauer gesagt auf die Seiser Alm, die größte Hochalm Europas. Zunächst  ging von Seis aus mit der Kabinenbahn bis zum Ort Compatsch auf der Alm. Die Bergstation ist Ausgangspunkt für die Puflatsch-Runde (klingt lustig, aber der Berg heißt wirklich so ;) ) Der Weg wird überall als mittelschwer klassifiziert, so schwer fand ich ihn persönlich jedoch nicht, insbesondere, weil die Runde von den Höhenmetern her recht zivilisiert ist und damit auch für weniger geübte Bergziegen, wie mich, geeignet ist ;) . Man folgt am besten von Compatsch aus der Beschilderung Richtung Arnika-Hütte, in der wir dann mittags auch eingekehrt sind. Belohnt wird man auf dem Weg mit tollen Aussichtspunkten ins Grödnertal und auf Kastelruth. Man sollte ruhig die lange Route über die Hexenbänke nehmen. Leider ließ nachmittags das Wetter etwas nach, so daß es bedeckter und damit windiger und kühler wurde. Schade, aber es hat trotzdem Spaß gemacht ;) Und eh Fragen aufkommen: Gipfelphotos gibt es diesmal nicht, weil es keine Gipfel zu erklimmen gab ;)

Blick von der Alm auf den Schlern Blühende Alm...

In der Heimat der Spatzen

Freitag, 10. Juli 2009

Woher kommen die berühmtesten Spatzen? Richtig, aus Kastelruth ;) Und genau dahin hat es mich heute verschlagen. Nach der abendlichen Ankunft ließ das Wetter tatsächlich noch einen Dorfrundgang zu (als Bewohner Münchens ist man das derzeit nicht gewohnt, hat doch diesen Sommer der allabendliche Regenschauer Tradition). Aber was soll ich sagen: nach nicht mal einer Stunde hat man in diesem Ort alles gesehen: zwei Großbaustellen, die Pfarrkirche, den Dorfplatz und natürlich den “Spatzen Laden” ;) . Bleibt alleine die Feststellung, daß hier fast alles nach Oskar von Wolkenstein benannt ist und hier fast jeder zweite Einwohner Silbernagl zu heißen scheint  ;) Morgen geht es dann auf zur Bergtour auf die Seiser Alm, so das Wetter mitspielt.

Arrividerci Roma

Freitag, 03. Oktober 2008

Das war es mit dem Kurztrip nach Rom. Das Fazit: Rom ist schön, macht Lust auf mehr, um sich das ein oder andere noch einmal intensiver anzusehen, weil es in den paar Tagen einfach zu kurz gekommen ist. Außerdem ist das Eis am Petersdom etwas billiger als in Florenz :D

Der Beweis: Alitalia fliegt uns auch zurück :) Ach so: natürlich hat uns Alitalia auch wieder zurückgeflogen und zwar pünktlich (das sollte nur einmal erwähnt werden ;) ).

Päpstliche Museen und Badetag

Donnerstag, 02. Oktober 2008

Heute ist Badetag, es geht in die Thermen :) Aber der Reihe nach:

Sixtinische Halle als Teil der Bibliothek des Vatikans, Vatikanische Museen Ein Romaufenthalt ohne Museum geht eben nicht, und wenn man schon in der Nähe des Vatikans nächtigt, sollte man auch zumindest einen kleinen Einblick in die Vatikanischen Museen nehmen. Die Lage des Hotels war günstig, so daß wir morgens zur Öffnung um 8:45 Uhr bereits vor Ort sein konnten, und so lange Warteschlangen vermieden haben. Der erste Gang führt erst einmal in die sixtinische Kapelle, d.h. man geht auf einem wahnsinnigen Zick-Zack-Kurs durch die vatikanischen Museen, mal trepprauf, dann links, mal rechts oder trepprunter, vorbei an vielen Reisegruppen und plötzlich steht man mittendrin in der sixtinischen Kapelle. Man erkennt sie daran, daß pausenlos Aufseher durch den Raum gehen und lauthals “Silence please” rufen und damit mehr Lärm verursachen, als alle Besucher. Photos sind ebenfalls verboten und werden durch laute Aufforderungen “No photos!” ebenfalls geahndet. Den päpstlichen Kachelofen konnte ich jedoch nicht entdecken ;) . Die vatikanischen Museen sind sehr vielfältig, es gibt alles: ein etruskisches Museum, ein ägyptisches Museum, eine Briefmarken- und Münzsammlung und ein Verkehrsmuseum, in dem diverseste Gefährte ausgestellt sind, in denen sich ein Papst schon mal bewegt hat, von einer goldenen Kutsche bis zum Papamobil. Man sollte also genügend Zeit mitbringen.

Auf dem Weg vom Vatikan zu den Caracalla-Thermen lag noch die Kirche San Giovanni in Laterano. die Lateransbasilika und gleichzeitig Bischofskirche von Rom. Die Kirche ist durchaus sehens- und besuchenswert und wenn sie eh auf dem Weg liegt, nimmt man sie mit.

Caracalla-Thermen Von San Giovanni in Laterano ist es dann nicht mehr weit zu laufen, bis man die Caracalla-Thermen erreicht hat. 6 EUR Eintritt kostet der Spaß und es ist nichts los, man ist fast alleine auf dem Gelände. Dafür ist es aber wahrlich beeindruckend, was Kaiser Caralcalla einst aus dem Boden stampfen ließ. Ein gigantischer Komplex mit Hallenbad, Versammlungs- und Gymnastikräumen, einer öffentlichen Bibliothek und vielem mehr. Kurz gesagt: eine antike Freizeit- und Wellnessanlage.

Auf dem Rückweg zur U-Bahn kommt man dann noch am Circus Maximus vorbei, aber da man hier wohl nie ernsthaft gegraben hat, ist das auch nicht mehr, als eine städtische Grünfläche und daher eher weniger empfehlens- und erwähnenswert.

Damit haben wir auch heute dem Touristen-Dreikampf für Rom (Kultur, Kirche und Geröll :D ) wieder genüge getan :)

Der Hip-Hop-Bus

Mittwoch, 01. Oktober 2008
Brunnen am Piazza del Populo In Rom gibt es ein nettes System: den Hopp-On-Hopp-Off-Bus (oder auch liebevoll Hip-Hop-Bus). Das sind Doppeldeckerbusse mit offener Plattform, die auf verschiedenen Routen durch Rom fahren und bei denen man sich, hat man sich für eine Linie entschieden, den ganzen Tag herumfahren und beliebig unterbrechen kann, um sich Sehenswürdigkeiten anzusehen. Zudem gibt es an Board via Kopfhöhrer (im Fahrtpreis inbegriffen) noch die ein oder andere interessante Erläuterung. Mit 16-20 EUR (je nach Linie und Anbieter) ist man dabei. Eine schöne Einrichtung, die einiges an Fußmarsch erspart, insbesondere, wo das U-Bahn-Netz von Rom ja nun wirklich übersichtlich ist.

Die Schweizer Garde bewacht den Papst Heute sind wir nun mit dem Hip-Hop-Bus durch Rom gegondelt. Gestartet sind wir am Vatikan, wo am heutigen Mittwoch nicht nur der Bär steppte, sondern auch die Hölle los war, wenn man das so sagen darf :D . Der Grund ist einfach: heute ist Generalaudienz. Es kommen Pilger aus aller Herren Länder und der Papst gibt sich persönlich die Ehre, sie auf dem Petersplatz zu empfangen. Dementsprechend groß ist der Andrang und die Sicherheitsvorkehrungen, die jedoch von den Carabinieri getroffen werden. Die Schweizer Garde, sonst für die Sicherheit des Papstes zuständig, sieht man als normaler Besucher nur recht selten.

Mit dem Bus haben wir dann ein paar Ecken Roms erkundet, die wir gestern nicht per Pedes geschafft haben. Darunter den Piazza del Populo und die Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore. Dazu kann man den Bus dazu nutzen, noch mal ein paar Punkte abzuklappern, die man am gestrigen Tag vielleicht zu einer ungünstigen Tageszeit gesehen hat.

Ponte Vittorio Emanuelle II und der Petersdom bei Nacht