Rund um den Puflatsch
Samstag, 11. Juli 2009
Wie schon gestern “angedroht”: heute ging es auf den Berg,
Wie schon gestern “angedroht”: heute ging es auf den Berg, Woher kommen die berühmtesten Spatzen? Richtig, aus Kastelruth
Und genau dahin hat es mich heute verschlagen. Nach der abendlichen Ankunft ließ das Wetter tatsächlich noch einen Dorfrundgang zu (als Bewohner Münchens ist man das derzeit nicht gewohnt, hat doch diesen Sommer der allabendliche Regenschauer Tradition). Aber was soll ich sagen: nach nicht mal einer Stunde hat man in diesem Ort alles gesehen: zwei Großbaustellen, die Pfarrkirche, den Dorfplatz und natürlich den “Spatzen Laden”
. Bleibt alleine die Feststellung, daß hier fast alles nach Oskar von Wolkenstein benannt ist und hier fast jeder zweite Einwohner Silbernagl zu heißen scheint
Morgen geht es dann auf zur Bergtour auf die Seiser Alm, so das Wetter mitspielt.
Das war es mit dem Kurztrip nach Rom. Das Fazit: Rom ist schön, macht Lust auf mehr, um sich das ein oder andere noch einmal intensiver anzusehen, weil es in den paar Tagen einfach zu kurz gekommen ist. Außerdem ist das Eis am Petersdom etwas billiger als in Florenz
Ach so: natürlich hat uns Alitalia auch wieder zurückgeflogen und zwar pünktlich (das sollte nur einmal erwähnt werden
).
Heute ist Badetag, es geht in die Thermen
Aber der Reihe nach:
Ein Romaufenthalt ohne Museum geht eben nicht, und wenn man schon in der Nähe des Vatikans nächtigt, sollte man auch zumindest einen kleinen Einblick in die Vatikanischen Museen nehmen. Die Lage des Hotels war günstig, so daß wir morgens zur Öffnung um 8:45 Uhr bereits vor Ort sein konnten, und so lange Warteschlangen vermieden haben. Der erste Gang führt erst einmal in die sixtinische Kapelle, d.h. man geht auf einem wahnsinnigen Zick-Zack-Kurs durch die vatikanischen Museen, mal trepprauf, dann links, mal rechts oder trepprunter, vorbei an vielen Reisegruppen und plötzlich steht man mittendrin in der sixtinischen Kapelle. Man erkennt sie daran, daß pausenlos Aufseher durch den Raum gehen und lauthals “Silence please” rufen und damit mehr Lärm verursachen, als alle Besucher. Photos sind ebenfalls verboten und werden durch laute Aufforderungen “No photos!” ebenfalls geahndet. Den päpstlichen Kachelofen konnte ich jedoch nicht entdecken
. Die vatikanischen Museen sind sehr vielfältig, es gibt alles: ein etruskisches Museum, ein ägyptisches Museum, eine Briefmarken- und Münzsammlung und ein Verkehrsmuseum, in dem diverseste Gefährte ausgestellt sind, in denen sich ein Papst schon mal bewegt hat, von einer goldenen Kutsche bis zum Papamobil. Man sollte also genügend Zeit mitbringen.
Auf dem Weg vom Vatikan zu den Caracalla-Thermen lag noch die Kirche San Giovanni in Laterano. die Lateransbasilika und gleichzeitig Bischofskirche von Rom. Die Kirche ist durchaus sehens- und besuchenswert und wenn sie eh auf dem Weg liegt, nimmt man sie mit.
Von San Giovanni in Laterano ist es dann nicht mehr weit zu laufen, bis man die Caracalla-Thermen erreicht hat. 6 EUR Eintritt kostet der Spaß und es ist nichts los, man ist fast alleine auf dem Gelände. Dafür ist es aber wahrlich beeindruckend, was Kaiser Caralcalla einst aus dem Boden stampfen ließ. Ein gigantischer Komplex mit Hallenbad, Versammlungs- und Gymnastikräumen, einer öffentlichen Bibliothek und vielem mehr. Kurz gesagt: eine antike Freizeit- und Wellnessanlage.
Auf dem Rückweg zur U-Bahn kommt man dann noch am Circus Maximus vorbei, aber da man hier wohl nie ernsthaft gegraben hat, ist das auch nicht mehr, als eine städtische Grünfläche und daher eher weniger empfehlens- und erwähnenswert.
Damit haben wir auch heute dem Touristen-Dreikampf für Rom (Kultur, Kirche und Geröll
) wieder genüge getan
Heute sind wir nun mit dem Hip-Hop-Bus durch Rom gegondelt. Gestartet sind wir am Vatikan, wo am heutigen Mittwoch nicht nur der Bär steppte, sondern auch die Hölle los war, wenn man das so sagen darf
. Der Grund ist einfach: heute ist Generalaudienz. Es kommen Pilger aus aller Herren Länder und der Papst gibt sich persönlich die Ehre, sie auf dem Petersplatz zu empfangen. Dementsprechend groß ist der Andrang und die Sicherheitsvorkehrungen, die jedoch von den Carabinieri getroffen werden. Die Schweizer Garde, sonst für die Sicherheit des Papstes zuständig, sieht man als normaler Besucher nur recht selten.
Mit dem Bus haben wir dann ein paar Ecken Roms erkundet, die wir gestern nicht per Pedes geschafft haben. Darunter den Piazza del Populo und die Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore. Dazu kann man den Bus dazu nutzen, noch mal ein paar Punkte abzuklappern, die man am gestrigen Tag vielleicht zu einer ungünstigen Tageszeit gesehen hat.