Archiv für die Kategorie ‘Rom’

Arrividerci Roma

Freitag, 03. Oktober 2008

Das war es mit dem Kurztrip nach Rom. Das Fazit: Rom ist schön, macht Lust auf mehr, um sich das ein oder andere noch einmal intensiver anzusehen, weil es in den paar Tagen einfach zu kurz gekommen ist. Außerdem ist das Eis am Petersdom etwas billiger als in Florenz :D

Der Beweis: Alitalia fliegt uns auch zurück :) Ach so: natürlich hat uns Alitalia auch wieder zurückgeflogen und zwar pünktlich (das sollte nur einmal erwähnt werden ;) ).

Päpstliche Museen und Badetag

Donnerstag, 02. Oktober 2008

Heute ist Badetag, es geht in die Thermen :) Aber der Reihe nach:

Sixtinische Halle als Teil der Bibliothek des Vatikans, Vatikanische Museen Ein Romaufenthalt ohne Museum geht eben nicht, und wenn man schon in der Nähe des Vatikans nächtigt, sollte man auch zumindest einen kleinen Einblick in die Vatikanischen Museen nehmen. Die Lage des Hotels war günstig, so daß wir morgens zur Öffnung um 8:45 Uhr bereits vor Ort sein konnten, und so lange Warteschlangen vermieden haben. Der erste Gang führt erst einmal in die sixtinische Kapelle, d.h. man geht auf einem wahnsinnigen Zick-Zack-Kurs durch die vatikanischen Museen, mal trepprauf, dann links, mal rechts oder trepprunter, vorbei an vielen Reisegruppen und plötzlich steht man mittendrin in der sixtinischen Kapelle. Man erkennt sie daran, daß pausenlos Aufseher durch den Raum gehen und lauthals “Silence please” rufen und damit mehr Lärm verursachen, als alle Besucher. Photos sind ebenfalls verboten und werden durch laute Aufforderungen “No photos!” ebenfalls geahndet. Den päpstlichen Kachelofen konnte ich jedoch nicht entdecken ;) . Die vatikanischen Museen sind sehr vielfältig, es gibt alles: ein etruskisches Museum, ein ägyptisches Museum, eine Briefmarken- und Münzsammlung und ein Verkehrsmuseum, in dem diverseste Gefährte ausgestellt sind, in denen sich ein Papst schon mal bewegt hat, von einer goldenen Kutsche bis zum Papamobil. Man sollte also genügend Zeit mitbringen.

Auf dem Weg vom Vatikan zu den Caracalla-Thermen lag noch die Kirche San Giovanni in Laterano. die Lateransbasilika und gleichzeitig Bischofskirche von Rom. Die Kirche ist durchaus sehens- und besuchenswert und wenn sie eh auf dem Weg liegt, nimmt man sie mit.

Caracalla-Thermen Von San Giovanni in Laterano ist es dann nicht mehr weit zu laufen, bis man die Caracalla-Thermen erreicht hat. 6 EUR Eintritt kostet der Spaß und es ist nichts los, man ist fast alleine auf dem Gelände. Dafür ist es aber wahrlich beeindruckend, was Kaiser Caralcalla einst aus dem Boden stampfen ließ. Ein gigantischer Komplex mit Hallenbad, Versammlungs- und Gymnastikräumen, einer öffentlichen Bibliothek und vielem mehr. Kurz gesagt: eine antike Freizeit- und Wellnessanlage.

Auf dem Rückweg zur U-Bahn kommt man dann noch am Circus Maximus vorbei, aber da man hier wohl nie ernsthaft gegraben hat, ist das auch nicht mehr, als eine städtische Grünfläche und daher eher weniger empfehlens- und erwähnenswert.

Damit haben wir auch heute dem Touristen-Dreikampf für Rom (Kultur, Kirche und Geröll :D ) wieder genüge getan :)

Der Hip-Hop-Bus

Mittwoch, 01. Oktober 2008
Brunnen am Piazza del Populo In Rom gibt es ein nettes System: den Hopp-On-Hopp-Off-Bus (oder auch liebevoll Hip-Hop-Bus). Das sind Doppeldeckerbusse mit offener Plattform, die auf verschiedenen Routen durch Rom fahren und bei denen man sich, hat man sich für eine Linie entschieden, den ganzen Tag herumfahren und beliebig unterbrechen kann, um sich Sehenswürdigkeiten anzusehen. Zudem gibt es an Board via Kopfhöhrer (im Fahrtpreis inbegriffen) noch die ein oder andere interessante Erläuterung. Mit 16-20 EUR (je nach Linie und Anbieter) ist man dabei. Eine schöne Einrichtung, die einiges an Fußmarsch erspart, insbesondere, wo das U-Bahn-Netz von Rom ja nun wirklich übersichtlich ist.

Die Schweizer Garde bewacht den Papst Heute sind wir nun mit dem Hip-Hop-Bus durch Rom gegondelt. Gestartet sind wir am Vatikan, wo am heutigen Mittwoch nicht nur der Bär steppte, sondern auch die Hölle los war, wenn man das so sagen darf :D . Der Grund ist einfach: heute ist Generalaudienz. Es kommen Pilger aus aller Herren Länder und der Papst gibt sich persönlich die Ehre, sie auf dem Petersplatz zu empfangen. Dementsprechend groß ist der Andrang und die Sicherheitsvorkehrungen, die jedoch von den Carabinieri getroffen werden. Die Schweizer Garde, sonst für die Sicherheit des Papstes zuständig, sieht man als normaler Besucher nur recht selten.

Mit dem Bus haben wir dann ein paar Ecken Roms erkundet, die wir gestern nicht per Pedes geschafft haben. Darunter den Piazza del Populo und die Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore. Dazu kann man den Bus dazu nutzen, noch mal ein paar Punkte abzuklappern, die man am gestrigen Tag vielleicht zu einer ungünstigen Tageszeit gesehen hat.

Ponte Vittorio Emanuelle II und der Petersdom bei Nacht

Rom per pedes

Dienstag, 30. September 2008

Wie erkundet man Rom am Besten? Schwierige Frage, aber die meisten Sehenswürdigkeiten kann man zu Fuß erreichen, warum also nicht Rom per Pedes machen.

Stadionfeeling im Kolosseum Los geht es mit der U-Bahn zum Kolosseum, dem Vorbild für jedes moderne Fußballstadion :) Das Kollosseum ist , wie der Name schon sagt, ein wahrhaft kollossales Bauwerk. Beeindruckend ist, wenn man vom Mittelrang in die Arena schaut. Der Oberrang ist leider nur noch als Außenmauer erhalten und nicht mehr begehbar. Da die Eintrittskarte zum Kolosseum (Kosten: 4 EUR) auch gleichzeitig für den Palatin und das Forum Romanum gilt, kann man hier gleich einen netten Spaziergang folgen lassen. Sehr bemerkenswert ist, zu sehen, wie tief das Forum Romanum unterhalb des heutigen Straßenniveaus von Rom liegt. Viel ist leider nicht mehr erhalten geblieben und bei der Sonne, die nun mittags hernieder scheint, möchte ich diesen Platz auch nicht im Hochsommer besuchen. Gut, daß wir Herbst haben :)

Forum Romanum

Säulen des Tempels von Castor und Pollux auf dem Forum Romanum Nach kurzer Stärkung weiter im Besichtungsprogramm. Ein Besuch des Piazza Campo di Fiori, auf dem gerade der Wochenmarkt stattfindet, weiter zur Piazza Navona mit ihren charakteristischen Brunnen. Leider wurde der Eindruck des Platzes durch eine derzeit aufgebaute Bühne und durch die Einrüstung des zentralen Brunnes zu Sanierungszwecken getrübt. Trotzdem wimmelt es von Straßenkünstlern, die ihre Bilder und Dienste anbieten. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung weiter zum Pantheon, einem der größten Kuppelbauten der Antike. Die Kuppel ist größer, als die des Petersdoms. Was das Pantheon interessant macht, ist zum einen, daß es ein römischer Tempel war, der zur katholischen Kirche “umgeweiht” wurde, und daß es bei Regen durch ein 9 Meter großes Loch im Dach hereinregnet.

Fontana di Trevi Wenn man dann noch laufen kann, geht man vom Pantheon am einfachsten der Ausschilderung zum beeindruckensten Brunnenbauwerk Roms weiter: dem Fontana di Trevi, kurz: Trevibrunnen. Und wenn man bis dahin gemeint hat, in Rom sei im Herbst nichts los und die Straßen und Sehenswürdigkeiten nicht mehr so überfüllt, der weiß spätestens nun, wo alle sind: sie drängeln sich um den Trevibrunnen. Er liegt unscheinbar an einem kleinen Platz an eine Seitenstraße, aber dieser Platz ist voll mit Leuten. Der Brunnen scheint die Attraktion schlechthin zu sein ;) .

Wenn die Füße einen noch tragen, und das taten sie, kann man abschließend noch die Spanische Treppe besuchen. Und wenn man schon mal da ist, erklimmt man sie auch. Einen warnenden Tipp jedoch zum Abschluß: die Tauben am Piazza di Spagnia haben eine üppige Verdauung, haltet stets Obacht, sonst bekommt das Hemd schnell einen Flecken, ich weiß, wovon ich spreche :)

Hurra, sie fliegen noch…

Montag, 29. September 2008
Airbus A319-100 der Alitalia am Gate auf dem Flughafen München Die letzten Tage hatten ein wenig was von Abenteuer. Ich wollte nach Rom, ich wollte fliegen und ich habe gebucht – bei Alitalia. Dummerweise war im Juni zum Zeitpunkt der Buchung die Lage der Fluggesellschaft noch nicht so finster wie jetzt. Aber heute morgen kam dann die Erleichterung: sie fliegen immer noch (und sie werden mich wohl auch am Freitag zurück fliegen :) ). Also auf in den Airbus und nach Rom. Man merkt übrigens schon, daß die Fluggesellschaft marode ist. Sehr gepflegt war der Innenraum der Maschine nicht (fehlende Schrauben an Tischen, abgewetzte Sitze, etc.)

Engel der Ponte Sant'Angelo vor der Engelsburg Aber egal, wir sind wohlbehalten in Rom angekommen, und das ist die Hauptsache. Heute haben wir dann die Zeit nach dem Einchecken im Hotel erstmal dazu genutzt, ein wenig die Umgebung des Hotels zu erkunden: ein Spaziergang zur Engelsburg und zum Vatikan. Insbesondere der Vatikan ist am Spätnachmittag empfehlenswert. Zum einen gab es praktisch keine Schlangen mehr, um in den Petersdom zu kommen, zum zweiten gab das Abendlicht eine tolle Beleuchtung auf die Bauwerke ab. Wenn man sich für einen Kuppelaufstieg entscheidet, hat man auch hier genau die richtige Beleuchtung für den Blick auf Rom.

Die Kuppel des Petersdoms im Abendlicht Apropos Kuppel: wer ohne lange Schlange auf die Kuppel möchte, kann einen Trick ausnutzen. Der Aufstieg zur Kuppel schließt laut Aushängen um 17 Uhr. Wenn man aber bereit ist, 2 EUR mehr zu bezahlen und den Aufzug bis auf das Dach der Basilika zu nehmen, kann noch bis 18 Uhr hinauf. Vorteil: nach 17 Uhr gibt es praktisch keine Schlangen mehr und man kommt ohne Probleme auf die Kuppel und wird mit einem tollen Blick belohnt :)

Blick von der Kuppel des Petersdoms über die ewige Stadt