Archiv für die Kategorie ‘Toskana’

Das teuerste Eis meines Lebens…

Freitag, 05. Oktober 2007

Die Schürze für den schönen Jüngling ;) … habe ich heute gekauft. Ich empfehle dringendst, die Eisdiele “Il Gelato srl” in Florenz an der Ecke Via Roma/Piazza Di San Giovanni nicht ohne ausreichend Geld in der Tasche zu betreten oder vielleicht besser zu meiden. Preise hat die Eisdiele schon besser nicht aushängen (alleine das hätte schon eine Warnung sein sollen), warum auch. Wer unbedarft vier Eis zu je 2 Kugeln bestellt und denkt, so schlimm kann es nicht sein, ist hier schon mal schnell 30 EUR (in Worten: dreißig!) los. Das ist leider kein Scherz. Vier Becher Eis mit je 2 Kugeln haben mich schlappe 30 EUR gekostet. Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen (nicht nur das Eis). Und das wahrscheinlich nur, weil der Dom gleich ums Eck liegt und jeder amerikanische oder japanische Tourist bedingungslos jeden Preis hier bezahlt. Okay, wenigstens hat das Eis vorzüglich geschmeckt.

Achim auf der Domkuppel zu Florenz Trotz dieses Eis-Preis-Ärgernisses war es zum Abschluß der Toskana-Tour noch einmal ein schöner Tag in Florenz. Heute bin ich dann auch in die Dom-Kuppel hochgestiegen (6 EUR kostet der Spaß), von der man einen tollen Blick über die Stadt hat. Wer es nicht so eng mag, sollte vielleicht besser auf die Tour verzichten, das letzte Stück beim Auf- und auch beim Abstieg ist wahrlich nichts für klaustrophobisch veranlagte Leute.

Neue Rolex gefällig?

Mittwoch, 03. Oktober 2007

der schiefe Turm von Pisa Daß Pisa schlimm ist, was fliegende Händler, überwiegend schwarzafrikanischer Herkunft betrifft, die offenbar gefälschte Rolex-Uhren verkaufen wollen (zu den Preisen gibt es nie eine echte Rolex und einen Plastik-Look hat eine echte Rolex mit Sicherheit auch nicht), das wußte ich noch von einem früheren Besuch im Jahre 1994. Daß es aber mittlerweile so schlimm ist, hätte ich nicht gedacht – das ist ein Alptraum. Bereits auf dem Weg zur Piazza Di Miracoli reiht sich eine Souvenir-Bude an die nächste, sitzt ein fliegender Händler mit billigstem China-Spielzeug neben dem nächsten an der Straße. Auf dem Piazza Di Miracoli und in den Seitenstraßen findet sich dasselbe Bild: reihenweise Stände mit billigstem Schund.

Piazza di Miracoli in Pisa mit dem Battistero und dem Dom Was aber noch viel erstaunlicher ist: statt dem Treiben Einhalt zu gebieten, ist man lieber darauf bedacht, die große, grüne Wiese neben dem Dom von Touristen freizuhalten. Wenn es einer wagt, die Wiese zu betreten, und sei es nur für eines der berühmten “Ich-rücke-den-Turm-gerade”-Photos, ist sofort ein Herr mit Trillerpfeife zur Hand, der die Wiese räumt. Neben der Wiese wird einem dann direkt wieder eine Rolex verkauft. ;)

Christian drückt den schiefen Turm noch schiefer ;) Zudem ist es auch hier wieder befremdlich, daß zum Betreten einer katholischen Kirche (zumindest deren Baptisterium) Eintritt gezahlt werden muß, aber daran habe ich mich hier ja fast schon gewöhnt. Dafür haben wir im Baptisterium noch eine beeindruckende Vorführung der Akustik bekommen, die wirklich einzigartig ist.

Ach so: der Turm steht immer noch schief, wir haben ihn nicht gerade gerückt bekommen. ;)

Mittelalter-Manhatten

Montag, 01. Oktober 2007
Türme-Skyline von San Gimignano Heute ging es in das “Manhatten des Mittelalters”: San Gimignano, die Stadt mit den berühmten Geschlechtertürmen auf einem Hügel im Elsa-Tal. Reiseführer sprechen gerne von einer der meistbesuchten Städte der Toskana und das merkte man auch. Die Stadt war doch deutlich voller als beispielsweise Lucca oder Viareggio (was aber auch keine Kunst war ;) ) . Von der Stadtmauer aus hat man einen wundervollen Blick ins Umland.

Sonnenuntergang in Cerreto Guidi Neben diesen Ausblicken wirkt die Stadt meiner Meinung nach jedoch von außen spektakulärer und interessanter, als wenn man in ihr unterwegs ist. Die Stadt lebt eben von ihrer berühmten Silhouette, die man in den Straßen der Stadt gar nicht so wahrnimmt. Einen Besuch ist die Stadt schon wert, aber man sollte auf Basis der Ankündigungen in den Reiseführern nicht zu viel erwarten.

Blick in die weite, hügelige Landschaft um San Gimignano

Fahrscheinkontrolle

Sonntag, 30. September 2007

Duomo Santa Maria Assunta in Siena Wenn man mit der italienischen Eisenbahn fährt, sollte man sich vorher über deren Besonderheiten gut informieren. Heute sind wir nach Siena gefahren, und das geht auch wieder am einfachsten mit der Eisenbahn von Empoli aus. Bei Kurzstreckentickets ist es eh üblich, diese am Bahnsteig in den Stempelautomaten zu entwerten. Aber wer kommt auf die Idee, daß man auch große, reguläre Fahrkarten selber stempeln muß? Da haben wir wieder was gelernt; die Fahrscheinkontrolleurin von Trenitalia hat uns das dann auch erklärt und gleich einmal 5 EUR Verwarnungsentgeld kassiert.

Fonte-Gaia-Brunnen auf Il Campo in Siena Nicht lang ärgern, Siena strahlte im schönsten Wetter und das war auch nötig, nachdem wir in den letzten Tagen in Pistoia und Volterra eher Pech hatten und den ein oder anderen Regenschauer über uns ergehen lassen mußten. Entsprechend voll war es dann auch in der Stadt. Der Dom, wie könnte es anders sein, verlangte erst einmal 6 EUR Eintritt, aber wenn man schon mal da ist, will man das nun auch wenigstens einmal gesehen haben. Die berühmte Fassade wird leider derzeit saniert und war so teilweise hinter einer großen Plane verschwunden (Christo läßt grüßen ;) )

Auffahrt zum Anwesen im Abendlicht Am Nachmittag rundete dann ein kleiner Stadtrundgang und ein Eis am zentralen Platz Il Campo den Siena-Besuch ab, bevor es mit dem Zug wieder Richtung Empoli ging. Ursprünglich wollte ich auch den Turm des Palazzo Pubblico, den Torre Di Manglia, besteigen, aber Preis von 7 EUR für den Aufstieg hat mich dann doch davon abgehalten. Wenn ich soviel Geld zahlen soll, will ich wenigsten einen Fahrstuhl haben. ;)

Erinnerungen

Mittwoch, 26. September 2007

Jugendstilbauten an der Strandpromenade von Viareggio Im Jahr 1994 war ich schon mal in der Toskana, damals auf Studienfahrt mit dem Mathematik-Leistungskurs, und wir hatten unser Quartier am Meer in Viareggio aufgeschlagen. Heute war ich dann wieder in der Stadt. So sehr verändert hat sich seit damals nichts.

Pizza Balloni :) Es war dieses Mal jedoch erschreckend leer, absolute Nebensaison, die Bürgersteige auf der berühmten Strandpromenade quasi hochgeklappt. Sehenswert ist sie trotzdem, die Promenade mit ihrer Jugendstil-Architektur und ein kleiner Spaziergang im Sand am Strand hat dann auch mal wieder Laune gemacht.