Archiv für die Kategorie ‘USA’

Da ist das Ding!

Samstag, 30. April 2011

alcatraz
Was soll man dazu sagen? Als wir diesen Urlaub geplant haben, war nicht abzusehen, was “unsere Jungs” für eine fantastische Saison spielen. Daher erstmal einen herzlichen Glückwunsch an den neuen Deutschen Fußballmeister aus dem fernen San Francisco! Danke für die fantastische Saison und die tollen Spiele, wir sind stolz auf Euch! Und weil man nicht unvorbereitet in den Urlaub fährt, steigt die kleine Meisterfeier der Lücking-Brothers eben heute auf Alcatraz :)

Bye-Bye USA

Freitag, 15. September 2006

Unterwegs auf dem Highway 37 Richtung Carrizozo Der Urlaub ist zu Ende, der Mietwagen ist abgegeben, nun geht es auf den großen Rückflug. Gestern bin ich noch auf einem wunderschönen Scenic Drive rund um Lincoln, Capitan und Ruidoso durch die Mescalero Mountains gefahren. Das ist insofern beeindruckend, als daß man sich phasenweise vorkam, wie in den kanadischen Wäldern, um ein paar Meilen später wieder in der weiten Steppe New Mexicos zu fahren. Wer einmal in der Gegend ist, sollte sich die Zeit nehmen und von Ruidoso aus die Highways 48 und 37 Richtung Carrizozo befahren.

Diese Rundreise hat in jedem Fall wieder sehr viel Spaß und Lust auf mehr gemacht. Es gibt im Südwesten der Vereinigten Staaten noch einige Ecken, die ich immer noch nicht kenne und somit war das mit Sicherheit nicht meine letzte Reise in diesen Landstrich.

Morgen Abend bin ich hoffentlich wieder wohlbehalten in München, pünktlich zur Wies’n…

Fledermäuse auf Betriebsausflug

Dienstag, 12. September 2006

Heute ging die Tour weiter zurück Richtung New Mexico. Ziel war White’s City bzw. die Carlsbad Caverns, was aber so ziemlich dasgleiche ist, weil White’s City nichts anderes darstellt, als die Straßenkreuzung des Highways nach Carlsbad mit der Straße hinauf zu den Caverns, angereichert um eine Tankstelle mit zwei Zapfsäulen, zwei Motels, einem Restaurant, einem Campingplatz und zwei Läden.

Erstaunlicherweise sei angemerkt, daß man hier mitten in der Wüste einen Internetanschluß hat, der sogar mit annähernder ISDN-Geschwindigkeit das ganze Dorf (naja, Dorf ist eigentlich übertrieben) versorgt.

Tief in den Carlsvad Caverns Nachdem überall auf den Broschüren und auch am Visitor Center gewarnt wurde, den Abstieg in die Caverns zu Fuß zu machen, und stattdessen den Express-Lift zu nehmen, war die Entscheidung klar: ich gehe zu Fuß in die Höhlen. Wenn Amerikaner vor einem Fußmarsch warnen, kann er nicht so schwer sein. Ehrlich gesagt: ich kann diese Warnungen auch nicht verstehen. Der Weg durch den Natural Entrance hinunter zum Big Room ist sehr gut zu begehen, es geht eben nur stetig bergab (also nicht unbedingt was für Knieleidende) und langgewachsene Leute müssen an ein paar Stellen auf ihren Kopf achten, was sie aber eh schon gewöhnt sind ;) . Die Höhlen sind in ihrem Ausmaß sehr beeindruckend, insbesondere, wenn man sonst nur Tropfsteinhöhlen aus Deutschland kennt. Besondere Merkmale: ein Express-Lift und ein Schnell-Restaurant in der Höhle. Auf so etwas kommen eben auch nur Amerikaner ;) .

Abends dann ein Schauspiel erster Güte: hunderttausende Fledermäuse suchen ihren Weg aus dem Höhlenausgang, um nachts in der Wüste auf Nahrungssuche zu gehen. Ein sehr beeindruckendes Schauspiel, was ich jedem nur empfehlen kann, der auch abends noch in der Gegend bleibt. Leider darf man keine elektrischen Geräte (also auch keine Photokameras) verwenden, um die empfindlichen Peilungen der Fledermäuse nicht zu stören, daher kann ich leider keine Bilder von diesem Ereignis anbieten. Aber Ansehen sollte man sich das Spektakel in jeden Fall.

Blick vom Plateau der Carlsbad Caverns in die Chihuahua Desert im Abendlicht

Totes Rind in Texas

Montag, 11. September 2006

Willkommen in Texas ;) Heute habe ich nicht nur einen neuen US-Bundesstaat, nein, auch gleich ein neues Land gemacht. Herzlich willkommen in Texas (“Proud Home of President George W. Bush”, wie die großen grünen Schilder an der Staatsgrenze verkünden). Am Vormittag bin ich in El Paso eingetroffen und habe zunächst einmal Quartier bezogen. Später ging es zunächst zur Santa Fe Avenue, wo sich reihenweise Parkplätze für Leute befinden, die zu Fuß nach Mexiko wollen (mit dem Auto fährt da freiwillig niemand rüber, und ich weiß mittlerweile auch, warum :) ). Also habe auch ich das Auto für zwei Dollar Tagespreis abgestellt und los ging es auf Schusters Rappen über die Brücke am Rio Grande nach Mexiko (30 cent Brückenzoll kostet der Spaß, der Rückweg ist mit 35 cent erheblich teurer ;) ). Man landet in der Ciudad Juarez, die, glaubt man Reiseführern, sehenswerter sein soll, als El Paso. Okay, das ist keine Kunst, aber die große Attraktion ist Juarez dann auch nicht. Außer kaputten Straßen und Bürgersteigen (man sollte immer ein Blick auf den Boden haben, um nicht plötzlich in einem Loch zu versinken, wo früher mal ein Kanaldeckel war…) gibt es im wesentlichen einen Hauptplatz mit der Kathedrale, ein paar Straßenzüge und Häuser im typisch spanischen Stil und eine große Markthalle (Mercato Juarez), wo einem zu Spottpreisen Waren aus angeblich echtem Leder angeboten werden. Das beeindruckenste aber ist der Kulturunterschied, man hat ja eigentlich nur einen Fluß überquert…

Kaputte Straßen in Ciudad Juarez Nach einem ausgiebigen Bad im Motel-Pool kam dann noch das Highlight des Abends: wenn Texaner eines können, dann ist das Steaks zu grillen :) . Ein herrliches Abendessen in einem tollen Steakhouse (Eigenwerbung: “American famoust steak-house”) tröstete auch darüber hinweg, daß das Motelzimmer direkt am Interstate 10 lag und die Nacht nicht ganz sooo ruhig war…

Weißer Sand

Sonntag, 10. September 2006

Die heutige Etappe führte über den Highway 54 nach Alamogordo und weiter in das White Sands National Monument. Das heißt nicht nur so, das sieht auch so aus ;) . Aber der Reihe nach. Der Highway 54 ist besonders für Eisenbahn-Fans sehr zu empfehlen, verläuft doch die Hauptstrecke von Santa Fe in Richtung El Paso immer schön parallel zum Highway; man bekommt also oft mal etwas zu sehen.

Von Alamogordo sind es dann rund 17 Meilen in Richtung Las Cruces, bis man das White Sands National Monument erreicht (auf dem Rückweg ist übrigens auf dem Highway ein Fahrradweg ausgewiesen, sehr erstaunlich). Da das ganze Gebiet in einem Missile-Testgebiet liegt, sollte man sich vorher schlau machen, ob nicht gerade der Highway und das National Monument wegen aktueller Tests geschlossen ist (da kennen die Amis ja nichts, die sperren einfach Highways und Nationalparks, wenn sie Raketen testen). Aber Glück gehabt, heute war alles geöffnet. Okay, das ist nicht ganz richtig, da wegen der starken Gewitter in der Nacht zuvor einige Bereiche des Parks wegen Überflutung geschlossen waren, der geöffnete Teil des Parks reichte aber auch schon für einen tollen Eindruck von Landschaft, Flora und Fauna.

Die weißen Dünen des White Sands National Monument Im White Sands National Monument ist der Name Programm: schneeweiße Dünen, in denen man nach Lust und Laune herumwandern darf und diese tolle Landschaft genießen kann. Amerikaner nutzen die Dünen zusätzlich zum Schlittenfahren und Rodeln (kein Witz, eine Plastikschüssel unter den Allerwertesten geklemmt und heruntergerutscht). Man sollte sich wirklich Zeit nehmen, mal in Ruhe durch die Dünen zu wandern und dabei die Sonnenbrille nicht vergessen, die Sonneneinstrahlung ist durch die Reflektion der weißen Dünen recht stark. Witzigerweise trifft man hier sogar recht viele Deutsche. Im Motel wohnte eine weitere Reisegruppe aus München, im National Monument traf ich noch zwei weitere deutsche Reisegruppen. Erstaunlich für diese Gegend, die eigentlich nicht mehr als Touristenmekka bekannt ist.

Morgen geht es dann weiter nach El Paso und Mexiko.

Die weißen Dünen des White Sands National Monument