Heute ging die Tour weiter zurück Richtung New Mexico. Ziel war White’s City bzw. die Carlsbad Caverns, was aber so ziemlich dasgleiche ist, weil White’s City nichts anderes darstellt, als die Straßenkreuzung des Highways nach Carlsbad mit der Straße hinauf zu den Caverns, angereichert um eine Tankstelle mit zwei Zapfsäulen, zwei Motels, einem Restaurant, einem Campingplatz und zwei Läden.
Erstaunlicherweise sei angemerkt, daß man hier mitten in der Wüste einen Internetanschluß hat, der sogar mit annähernder ISDN-Geschwindigkeit das ganze Dorf (naja, Dorf ist eigentlich übertrieben) versorgt.
Nachdem überall auf den Broschüren und auch am Visitor Center gewarnt wurde, den Abstieg in die Caverns zu Fuß zu machen, und stattdessen den Express-Lift zu nehmen, war die Entscheidung klar: ich gehe zu Fuß in die Höhlen. Wenn Amerikaner vor einem Fußmarsch warnen, kann er nicht so schwer sein. Ehrlich gesagt: ich kann diese Warnungen auch nicht verstehen. Der Weg durch den Natural Entrance hinunter zum Big Room ist sehr gut zu begehen, es geht eben nur stetig bergab (also nicht unbedingt was für Knieleidende) und langgewachsene Leute müssen an ein paar Stellen auf ihren Kopf achten, was sie aber eh schon gewöhnt sind

. Die Höhlen sind in ihrem Ausmaß sehr beeindruckend, insbesondere, wenn man sonst nur Tropfsteinhöhlen aus Deutschland kennt. Besondere Merkmale: ein Express-Lift und ein Schnell-Restaurant in der Höhle. Auf so etwas kommen eben auch nur Amerikaner

.
Abends dann ein Schauspiel erster Güte: hunderttausende Fledermäuse suchen ihren Weg aus dem Höhlenausgang, um nachts in der Wüste auf Nahrungssuche zu gehen. Ein sehr beeindruckendes Schauspiel, was ich jedem nur empfehlen kann, der auch abends noch in der Gegend bleibt. Leider darf man keine elektrischen Geräte (also auch keine Photokameras) verwenden, um die empfindlichen Peilungen der Fledermäuse nicht zu stören, daher kann ich leider keine Bilder von diesem Ereignis anbieten. Aber Ansehen sollte man sich das Spektakel in jeden Fall.