Archiv für die Kategorie ‘USA’

Highway 1 – zumindest teilweise

Dienstag, 03. Mai 2011

Heute war so etwas, wie unser Seuchentag. Eigentlich wollten wir heute über den 17-Mile-Drive und dann weiter bis San Luis Obispo auf de Pacific Coast Highway 1 südwärts. Das Wetter war auch traumhaft dafür. Leider überraschte uns unser Pensionswirt beim Frühstück mit der schlechten Kunde, daß der Coast Highway in beide Richtungen hinter San Simeon gesperrt sei, weil es vor 2 Wochen eine Unterspülung der Fahrbahn gegeben habe.

Mit der schlechten Kunde nicht genug, war dann auch noch die Carmel Mission wegen Stromausfalls geschlossen. Toll. Immerhin, kurz vor unserem Entschluß entnervt weiter zu fahren, schien sich der Stromausfall gelegt zu haben, wir konnten doch noch rein. Die Carmel Mission ist eine wunderbar erhaltene spanische Missionsstation aus der Zeit, als die Spanier auszogen, die Indianer zum Glauben zu bekehren. Wenn man in der Gegend ist, sollte man sich die Zeit nehmen und einen kleinen Rundgang machen.

Nachdem sich unser Pech etwas gewendet hatte, konnten wir dann doch noch vergnügt den 17-Mile-Drive min Angriff und ein kleines Lunch-Picknick am Pazifik zu uns nehmen. Heute sucht man sich aber besser ein etwas windgeschützes Plätzchen ;-) Es bleibt die Erkenntnis: the Lone Cypress, eigentlich DAS Wahrzeichen von Pebble Beach, wird mittlerweile durch Seile gesichert auf ihrem Felsen gehalten, den sie ohne diese Sicherung wahrscheinlich auch längst verlassen hätte.

Der Highway 1 ist erst ab San Simeon gesperrt, also haben wir uns entschlossen, zumindest bis zu einer der letzten Wendemöglichkeiten hinter Big Sur doch noch den Highway 1 zu fahren. Das letzte Mal, als ich hier langgefahren bin, bin ich im dichten Nebel diese Küstenstraße entlang gefahren. Das ist kein Vergleich zu heute, ein schöneres Wetter kann man sich für diesen wunderschönen Küstenabschnitt einfach nicht wünschen. Auch wenn wir ihn nicht komplett fahren konnten, der Teilabbschnitt alleine ist es auch schon wert.

Weil die geplante Route nun über den Haufen geschmissen wurde, ging es noch zurück nach Salinas zur Übernachtung. Salinas ist nicht sonderlich sehenswert, zum Übernachten reicht es allemal, morgen nehmen wir dann den 101 unter die Räder und rufen Los Angeles als Etappenziel aus. Wer noch einen guten Tipp zum Speisen sucht: die Monterey Coast Brewery in Salinas. Einen besseren Burger habe ich noch nicht gegessen, Black Angus vom Holzkohlegrill medium gegrillt, traumhaft :-)

Unter Seeottern…

Montag, 02. Mai 2011

Es ist wirklich schon lange her, daß ich das letzte Mal in Monterey gewesen bin. Dabei sollte ein Besuch der netten kleinen Stadt mit seinem bekannten Monterey Bay Aquarium einfach dazugehören, wenn man schon in der Gegend ist.
Heute haben wir uns also mal wieder einen Besuch bei den Seeottern gegönnt ;-) Das Aquarium ist immer noch toll und in jedem Fall einen Ausflug wert. Allerdings darf ich auch Kritisches anmerken. In letzter Zeit scheint sich eine Art “Disneysierung” bei solchen Attraktionen eingeschlichen zu haben. Damit ist gemeint, daß man immer weniger Ruhe findet, mal für sich etwas anzusehen, vielmehr kommen überall sofort hilfsbereite Betreuer auf einen zu, die einem alles erklären wollen. So etwas ist nett gemeint, sollte aber nicht übertrieben werden. Dazu immer mehr Shows und vielfach Hintergrundmusik-Dudelei, können einem schon die Lust an solchen Attraktionen verderben. Aber die Seeotter sind trotzem weiterhin süß… ;-)

Große Bäume und goldene Brücken

Sonntag, 01. Mai 2011

Der Meisterkater ist auskuriert ;-) Das ist die frohe Botschaft von Tag 3 in San Francisco. Der Sonnenbrand vom ersten Tag natürlich noch nicht, der wird uns wohl noch etwas beschäftigen.
Zur Schonung unserer strapazierten Haut sind wird dann heute erstmal in den Wlad gefahren. Muir Woods National Monument liegt unweit nördlich von San Francisco am Highway 1 und ist ein wunderbarer Wald kalifornischer Redwoods, die schon seit Jahrhunderten Wind, Wetter, Erdbeben und Waldbränden trotzen. Die Bäume sind mit ihrer Höhe von teilweise 100m und mehr wahrlich imponierend.
Am Nachmittag ist bestes Photo-Wetter, um das Golden Gate und seine berühmte Brücke auf das Korn zu nehmen. Die Sonne steht schon so weit westlich, daß man optimale Photobedingungen hat, um von den Aussichtspunkten entlang der Conzelman Road aus die Paradaansicht San Franciscos zu genießen. Ebenfalls empfehlenswert ist ein Ausflug zum Marshall Beach in Presidio, von dem aus man auch tolle Ausblicke von Pazifikseite aus auf die Brücke hat. Ein bißchen schwierig ist die Parkplatzsituation bei gutem Wetter, am am späten Nachmittag findet sich am Lincoln Boulevard immer mal ein Plätzchen.
Morgen wird die Karawane weiterziehen, ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit dem Monterey Nay Aquarium.

Da ist das Ding!

Samstag, 30. April 2011

alcatraz
Was soll man dazu sagen? Als wir diesen Urlaub geplant haben, war nicht abzusehen, was “unsere Jungs” für eine fantastische Saison spielen. Daher erstmal einen herzlichen Glückwunsch an den neuen Deutschen Fußballmeister aus dem fernen San Francisco! Danke für die fantastische Saison und die tollen Spiele, wir sind stolz auf Euch! Und weil man nicht unvorbereitet in den Urlaub fährt, steigt die kleine Meisterfeier der Lücking-Brothers eben heute auf Alcatraz :)

Welcome back in San Francisco

Freitag, 29. April 2011

Mittlerweile sind 5 Jahre vergangen, seit meinem letzten Besuch in San Francisco. Das ändert sich heute schlagartig :-) Auf zu einer neuen Tour durch den Südwesten der Vereinigten Staaten und diesmal starten wir wieder mit einem mehrtägigen Aufenthalt in San Francisco. An dieser Stelle mal wieder ein Dank an die Lufthansa für einen wiedermal wunderbaren Transatlantikflug.

Beim letzten Mal hatte ich mit nebeligen Vormittagen zu kämpfen, was angesichts der Reisezeit Ende August auch nicht verwunderlich war. Diesmal reisen wir zur besten Reisezeit und werden wettertechnisch verwöhnt und belohnt. Es gibt eben nichts schöneres, als morgens im Hotel die Gardinen zu öffnen und auf den blauen Himmel über der Stadt zu blicken. Jetlag-geplagt beginnt der Tag erstmal mit einem Morgenspaziergang noch vor dem Frühstück (um die Zeit gibt es eben noch kein Frühstück). Dank der zentralen Lage unseres Hotels, gibt es so den noch menschenleeren Union Square im Morgenlicht ;-)

Ansonsten steht heute erstmal das große San Francisco Welcome Programm an :-) MUNI Passport kaufen, mit dem wir die nächsten drei Tage in allen Trams, Bussen und Cable Cars durch die Stadt gondeln können. $18 kostet der Passport mittlerweile für drei Tage, das lohnt sich aber, wenn man bedenkt, daß eine Fahrt mit dem Cable Car schon $5 kostet. Und dann geht es los, per pedes und Cable Car durch die Stadt, erstmal zum Fisherman’s Wharf, Alcatraz Tickets kaufen. Dies ist leider notwendig, wenn man an einem bestimmten Tag fahren will. Gerade am Wochenende ist es leider schwer, Karten zu bekommen und auch heute morgen sind die Tickets für Freitag schon weg und nur noch Tickets für Samstag und Sonntag im Verkauf. Da wir Samstag rüber wollen, ist das kein Problem, zeigt aber, daß man sich rechtzeitig um Tickets für Alcatraz kümmern sollte. Chinatown, Coit Tower, Pier 39 sind heute weitere Stationen. Der Sonnenbrand vom Seelöwen-Gucken am Pier 39 wird uns noch die nächsten Tage begleiten. Was 20 Minuten so ausmachen können…

Wer eine Empfehlung für ein erschwingliches und zugleich nettes und relativ zentral gelegenes Hotel sucht: wir waren sehr angetan vom Golden Gate Hotel, einen hübschen Bed&Breakfast-Hotel in der Bush Street, 3 Blocks vom Union Square und ein Block von der nächsten Cable Car Haltestelle entfernt am Rande von Chinatown. Nett, klein, familiär, aus meiner Sicht eine Empfehlung.