03. Oktober 2009
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02. Oktober 2009
Heute ist uns das Glück beschienen: tolles Wetter für eine Erkundung von Montreal. Aber ganz ehrlich? Ich bin ein wenig ernüchtert. Montreal wird vielfach in den Reiseführern angepriesen, insbesondere das Viertel Old Montreal. Ich muß sagen: die Altstadt von Quebec hat mir da deutlich mehr zugesagt und war meines Erachtens größer und sehenswerter. Zudem muß man für die Notre-Dame-Basilika auch noch 5 CAD Eintritt bezahlen, da sind wir wieder bei meiner Abneigung, für eine Kirche Eintritt bezahlen zu müssen. Ansonsten gilt eher, was für Toronto auch gilt: Straßenschluchten, diesmal allerdings angereichert mit viktorianischen Häusern in einigen Straßenzügen, die die Stadt insgesamt netter erscheinen lassen. Ganz nett ist ein Bummel über die Ile Notre-Dame und Ile Sainte-Helene, einem Naherholungsgebiet (mit eingebetteter Formel-1-Rennstrecke
) im Sankt-Lorenz-Strom. Ansonsten reichte für meinen Geschmack der eine Tag an Zeit für Montreal völlig aus.
Ein Rätsel von Montreal bleibt mir die Ampelschaltung. Ich habe selten etwas so verwirrendes gesehen. Es gibt die Zustände rot, rot-blinkend, gelb, grün und grün-blinkend. Was die blinkenden Zustände angeht, wissen wir bis dato nicht genau, was sie bedeuten. Zudem sollte man wissen, daß zeitgleich mit der Umschaltung auf rot der Querverkehr sofort grün bekommt (was übrigens auch für Fußgänger gilt, sprich: Fußgänger Ampel springt auf rot, der Autoverkehr bekommt grün, man sollte also besser nicht mehr auf der Straße stehen). Das ist alles sehr gewöhnungsbedürftig.
Wer übrigens einen Tipp für ein gutes Restaurant möchte: Gibbys Steakhouse. Tolles Ambiente und wirklich sagenhafte Steaks
Ich empfehle das Rib Steak “Gibbys Cut”, wiegt nur 19 oz. und schmeckt vorzüglich
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30. September 2009
So langsam geht es in die Wildnis: gestern sind wir landschaftlich äußerst reizvoll auf dem Highway 175 durch das Reserve Founique des Laurentides bis nach Chicoumiti am Saguenay-Fjord gefahren und nach kurzem Aufenthalt weiter entlang des Fjordes auf dem Highway 170 gen Osten. An dieser Stelle sei ein Abstecher in das kleine Örtchen Anse-a-Tabatiere empfohlen, welches an einem Abzweig des 170 im Ort L’Anse-Saint-Jean erreichbar ist und malerisch am Fjord liegt. Ansonsten bleibt festzuhalten: die Landschaft entwickelt sich
Es wird einsamer und bunter.
Angekommen sind wir am Ende des gestrigen Tages im netten kleinen Örtchen Saint Simeon direkt am Sankt-Lorenz-Strom und haben dort ein wirklich nettes Motel gefunden, mit einem wirklich tollen Ausblick von jedem Zimmer-Balkon:
Der Ort ist irgendwie faszinierend. Zum Essen stehen zwei relativ schmierige Truck-Stops zur Verfügung, in denen zum einen kein Englisch mehr verstanden wird, und zum zweiten das Essen eher aus Fett denn anderen Zutaten besteht
Zudem gibt es noch einen kleinen Supermarkt, in dem einen die Besitzerin fast mit Handschlag begrüßt und natürlich ein nettes französiches Wort übrig hat
Der schöne Ausblick und die Wetterausichten haben uns dazu verleitet, einen Tag länger hier zu bleiben und dann heute eine Whale-Watching-Tour zu unternehmen. Die Tour startet im Nachbarort Baie-Ste-Catherine mit speziellen Schiffen raus in den Sankt-Lorenz-Strom. Zu sehen gibt es in der Tat Wale, in diesem Zwergwale und Finnwale, Blauwale sollen auch hin und wieder zu beobachten sein, waren uns aber leider nicht vergönnt. Das Dumme beim Fotografieren von Walen ist übrigens, daß man leider nie weiß, wo einer auftaucht. Und hat man ihn gerade anvisiert, ist er auch schon wieder abgetaucht. Verflixtes Problem 
Morgen geht es dann weiter Richtung Montreal, mal sehen, ob uns das Wetter diesmal wohlgesonnener ist.
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28. September 2009
Eigentlich haben wir gestern nur eine Provinzgrenze überfahren, aber irgendwie sind wir in einer anderen Welt gelandet. “Welcome to Quebec” stand auf dem Schild am Highway, das waren so ziemlich die letzten englischen Worte für lange Zeit. Seither verstehen wir weitestgehend Bahnhof
Nachdem wir uns vorgestern noch bis Montreal durchgekämpft und sogar noch ein Hotel gefunden haben, hat uns das Wetter gestern dazu verleitet, Montreal ganz schnell wieder Richtung Norden zu verlassen und auf dem Rückweg lieber einen zweiten Versuch zu unternehmen, diese Stadt zu erkunden. Also ging es gestern im strömenden Regen nordwärts, Richtung Quebec City. Bemerkenswert am gestrigen Tage war dann eigentlich nur noch die Tatsache, daß die Geschäfte der Mall, die dem Hotel gegenüber lag, bereits um 17:30 Uhr schlossen, was ich für nordamerikanische Verhältnisse recht ungewöhnlich finde.
Heute ging es dann zur großen Besichtigungstour in die Stadt. Quebec die einstige Bastion der Franzosen gegen die Briten, und das sieht man der Stadt auch an. Als einzige nordamerikanische Stadt hat sie noch ihre Befestigungsanlagen intakt erhalten. Ein Rundgang in der Altstadt ist sehr reizvoll, und es fällt einem schwer, zu realisieren, daß man eigentlich in Kanada ist. Die amerikanischen Autos auf den Straßen verraten es einem am ehesten
Ansonsten hat die Altstadt sich den Charme einer französischen oder flämischen Kleinstadt bewahrt: viele kleine Straßen und Gassen mit netten Cafes, Bistros und kleinen Läden, einfach malerisch. Dieses Bild setzt sich in der unteren Altstadt unterhalb der Befestigungsanlagen fort. Wahlweise kann man mit einem Schrägaufzug herunter- bzw. herauffahren, man kann aber auch Treppen oder die Straße nehmen. Über allem thront majestätisch das Wahrzeichen der Stadt, das Château Frontenac. Man sollte sich also ausreichend Zeit nehmen, um in aller Ruhe durch die Stadt zu bummeln, es lohnt sich in meinen Augen.
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26. September 2009
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